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Kopenhagen – Hauptstadt von Dänemark

Unser Europaprojekt geht weiter. Am 04.August 2015 besuchten wir für einen halben Tag Kopenhagen. Hier leben 580.000 Einwohner und man spricht dänisch – mit englisch kommt man sehr gut weiter.
Die Anreise erfolgte über Trelleborg (wir machten in Schweden Urlaub)
 

Anreise über Trelleborg

Anreise über Trelleborg


Von Malmö aus fuhren wir über die Öresundbrücke – im Wikipedia fanden wir dazu folgende interessante Fakten:

Gesamtlänge: 7.845 m
Längste Spannweite: 490m
Lichte Höhe: 57m
Baubeginn: 1995
Architektonische Höhe: 204m
erster Verkehr am: 01.07.2000
Baukosten: 1 Milliarde Euro

Dänemark ist recht teuer – für einen Euro bekommt man 7,26 Dänische Kronen. Diese werden einem aber recht zügig aus der Tasche gezogen. So bezahlten wir knapp 100 Euro für ein paar Kleinigkeiten zu Essen an Kopenhagens Prachtmeile Nyhaven – Hier die Rechnung:

teuerstes Essen der Welt

teuerstes Essen der Welt


Das Wetter war wunderbar – wir machten eine Kanaltour und konnten so einige Sehenswürdigkeiten Kopenhagens bewundern:

  • das beste Restaurant der Welt (2010, 2011, 2012, 2014) „Noma“
  • der schwarze Diamant (Dänisch Königliche Bibliothek)
  • die Kleine Meerjungfrau
  • die neue Oper
  • das Tivoli – ein Vergnügungspark der uns sehr reizte aber aus Zeitgründen verschoben werden musste

Ein wirklicher Höhepunkt war der Aufstieg zur Erlöserkirche (Vor Frelsers Kirke) in Christanhavn.

Erlöserkirche

Erlöserkirche


Blick von der Erlöserkirche

Blick von der Erlöserkirche


Der Turm ist 90m hoch und man hat einen wunderschönen Rundblick über Kopenhagen. Konrad stürmte nach oben – Friedrich und Papa tasteten sich vorsichtig voran, kamen jedoch auch oben an. Man wurde bei diesem Wetter wirklich für die Überwindung belohnt. Immerhin musste man 400 Stufen (davon 75 im Freien) nach oben steigen.
Am Ende suchten wir fast vergeblich nach einen Eisbecher. Kopenhagen ist doch tatsächlich eine Hauptstadt ohne Eiskaffee. Es gibt zwar Eis in vielen Läden – aber einen richtigen Eisbecher mit Früchten und Sahne suchten wir vergeblich. Als äußerst schmackhafter  Ersatz diente ein Milchshake im Cafe „Paradise“.
Eisshake vor dem Cafe Paradis

Eisshake vor dem Cafe Paradis


Wir wollen versuchen in jeder europäischen Hauptstadt einen Eisbecher zu essen.

Leipzig Marathon 2015

Es war für mich schon ein besonderer Tag. Einige Jahre hatte ich mich geziert – aber dieses Jahr hat es geklappt. Ich hatte in den Wintermonaten gut auf dem Laufband geübt und traute mir so den 10km-Lauf quer durch die Leipziger Innenstadt zu. Zwei Tage vorher bekam ich Husten und Schnupfen – seit mindestens einem Jahr das erste Mal – es hielt mich trotzdem nicht ab, an den Start zu gehen.
Belohnt wurde ich durch schönes Wetter, einen einstündigen Wohlfühllauf durch ein klatschendes Spalier und durch begeisterte Kinder, die das nächste Mal sogar mitlaufen wollen. Ich hatte mir eine Zeit unter 1:07h vorgenommen und dies auch prompt erreicht, ohne unterwegs über die Zwischenzeiten informiert zu sein.

JU läuft 10km

JU läuft 10km


Interessant wird es sein, ob es nun weitergeht – ob ich mir das nächste große Ziel – 10km unter 1h wirklich vornehme. Na mal sehen, wie ich über den Sommer komme.

März 2015 – neues Jahr – neues Thema

Dieses Jahr war ich bisher schreibfaul. Das lag zum Teil daran, dass ich mir ein neues Thema gesucht habe. Fitness steht seit Anfang des Jahres ganz oben auf der Tagesordnung. Nachdem die Waage im Dezember neue Rekordstände vermeldete, beschloss ich, das Thema konsequent anzugehen. Im letzten Jahr gab ich mich nach getaner Arbeit in Wolfsburg meist der Müdigkeit hin und lernte die Speisekarte im Restaurant der Pension von Weddel von oben bis unten kennen. Das waren auch die Abende, an denen ich vermehrt im Blog unterwegs war. Ab Mitte Januar ersetzte ich das Abendbrot am Montag durch einen Besuch im Braunschweiger Fitness-Studio. Das Abendbrot am Dienstag wurde durch einen Kino-Besuch sublimiert. Betrachtet man folgende Grafik, dann kann ich nun behaupten, dass ich den Einstieg in die Gewichtsreduzierung geschafft habe. Nicht mehr und nicht weniger.

Gewichtsentwicklung 2009 bis März 2015

Gewichtsentwicklung 2009 bis März 2015


Referenz-Wiegung ist immer Montag, 07:00 – das führt auch zu einer gewissen Zurückhaltung am Wochenende. Den Alkohol zunächst komplett wegzulassen und danach auf ein sehr vernünftiges Maß zurückzufahren war sicher auch Teil des Erfolges.
Seit Anfang März habe ich dann auch noch den Kinobesuch am Dienstag durch einen weiteren Sport-Abend ersetzt – da bin ich jetzt beim Spinning – was nicht nur Spaß macht, sondern auch eine gute Vorbereitung für diverse Radtouren dieses Jahr ist.
Betrachte ich meinen Sport-Monat März bin ich zufrieden:
Aktivitäten März 2015

Aktivitäten März 2015


Auch das Laufen in der freien Natur war gut. Die Schwierigkeit besteht nun darin, einfach immer weiter zu machen. Sehr gern würde ich die 80kg wieder erreichen. Wenn es sehr gut läuft, dann bis Ende des Jahres. Schauen wir mal.

Ken Follet – Sturz der Titanen

Ken Follet - Sturz der Titanen

Ken Follet – Sturz der Titanen


Bei Ken Follet weiß man was man bekommt und es ist auch dieses mal so. Dieser Ziegelstein ist der Auftakt eines dreiteiligen Rückblicks auf die großen Zeitenwenden im zwanzigsten Jahrhundert. Thema ist der gesamte erste Weltkrieg. Natürlich merkt man, dass Ken Follet Brite ist – aber er versucht sich auch in die anderen Kriegsteilnehmer herein zu versetzen. Der für mich interessanteste Teil ist die Schilderung der Ursachen des Krieges. Zu verfolgen, wie sich einige wenige europäische Adels-Familien, die friedensmüde und auf privater Ebene stark verknüpft sind, sich zerstreiten und somit unweigerlich auf den Krieg zu marschieren, ist stringent geschildert und lässt sich sehr gut nachvollziehen. Natürlich ist alles mit mehreren Liebesgeschichten verknüpft. Sehr interessant auch die Schilderung der Rolle des britischen Kapitalismus, der hier aus Sicht des Bergbaus geschildert wird. Wenn man sich überlegt, wie sich die Rolle der britischen Wirtschaft bis heute gewandelt hat und dass das gerade mal 100 Jahre her ist, so hält man auch in der Gegenwart eine ähnliche Entwicklung für möglich.
Wenn mir danach ist, werde ich auch noch den zweiten und dritten Band dieser Trilogie lesen, obwohl mir vor der Schilderung des „kalten Krieges“ schon jetzt graut – ob Herr Follet da wohl richtig liegt? Aber erst einmal liegt nun der zweite Weltkrieg vor mir.

Wolfgang Herrndorf – Tschick

Wolfgang Herrndorf - Tschick
Manchmal wird man durch eine Nebensächlichkeit ziemlich auf die falsche Fährte gesetzt. In diesem Falle war es der Name des Autors. Irgendwie hatte ich mir unter Wolfgang Herrndorf ganz andere – verkopfte – Literatur vorgestellt. Im Unterbewusstsein hatte die mediale Präsenz bei mdr-Figaro sowie ein gewisser Dichterfürst meine Neugier auf dieses Buch überdeckt.
Dann aber las ich einen Blog-Beitrag eines geschätzten Freundes und unternahm doch noch einen Versuch – und der war erfolgreich. Tschick hat einen eigenen Sprachstil, überzeugt durch eine abgefahrene Story und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Schade das der Autor bereits viel zu jung verstorben ist – hier wäre noch so viel zu erwarten gewesen.
Es gibt ja noch einen Nachfolger. „Bilder deiner großen Liebe: Ein unvollendeter Roman“ erzählt wohl die Geschichte von Isa – einem Mädchen, welches in Tschick einen Kurzauftritt hat. Kommt demnächst auf die Wunschliste.

F.Hendrick Melle – Die Amazone vom Kollwitzplatz

F.Hendrick Melle - Die Amazone vom Kollwitzplatz

F.Hendrick Melle – Die Amazone vom Kollwitzplatz


Was für eine Überraschung! Inspiriert durch einen Artikel im Stern bestellte ich dieses Buch. An einem Freitag Abend schaute ich müde das erste Mal hinein und las mich sofort fest. 24h später hatte ich das Buch bereits durchgelesen. Die ganze Geschichte war  relativ nahe an dem dran, was wir in unserer Familie in den letzten Jahren erlebt haben. Diese Zerreißprobe und die vielen Belastungen für alle Familienmitglieder, die der Krebs so mit sich bringt wurden hier auf eine Weise geschildert, dass man es kaum schafft, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders bemerkenswert fand ich, dass das Buch auch sprachlich auf hohem Niveau ist. Ergänzt wird das ganze durch ein ausgezeichnetes Nachwort eines Familientherapeuten – der u.a. folgenden Satz in Bezug auf die Verarbeitung des Geschehens durch den „gesunden“ Partner schreibt: „Geh meditieren, such Dir einen Therapeuten, geh vor La Palma tauchen, mach eine Fahrradtour. Aber sprich es vorher mit Deinem Partner ab, vor allem das Wann.„.
Für mich war das ein ganz wichtiges Buch und ich weiß es jetzt erst richtig zu werten, dass wir diese Zeit gemeinsam durchgestanden haben und immer noch zusammen sind. Das ist wahrscheinlich höher zu bewerten als manches positive Erlebnis, was man gemeinsam erlebt hat.

FC Barcelona vs. Paris Saint-Germain

FC Barcelona-Paris Saint Germain

FC Barcelona-Paris Saint Germain


Anfang Dezember war ich im Auftrag von Volkswagen für einen 3-Tages-Workshop bei Seat in Martorell. Neben der beruflichen Herausforderung gab es die Möglichkeit das legendere Camp Nou zu besuchen. Es stand das für den Gruppensieg entscheidende Spiel gegen Paris Saint-Germain an. Wenn dann die Torschützen Lionel Messi, Neymar, Zlatan Ibrahimovic und Luis Suarez heißen dann hat man sich das richtige Spiel ausgesucht. 82.500 Zuschauer – mein Kollege und ich saßen in Block 536 etwa in Höhe der Mittellinie aber doch relativ weit oben. Es genügte jedoch um die Stars auseinander zu halten.
Alles in allem ein schöner Höhepunkt für 4 Tage Barcelona – das nächste Mal möchte ich die Stadt gern bei Tageslicht sehen.

John Niven – Music From Big Pink

John Niven - Music From Big Pink

John Niven – Music From Big Pink


Ein Buch, was einen in die Mitte der 60er Jahre nach Woodstock verschlägt. Man begegnet dem Millieu welches für das Entstehen der Musik verantwortlich war, welche auch mein Leben bis heute geprägt hat. Wenn man diese Zeilen liest, fragt man sich anfangs unweigerlich, ob man nicht etwas verpasst hat, wenn man NICHT gekifft hat. Man begegnet den Leuten von „The Band“ und anderen aus dem Dunstkreis des jungen Dylan – Dylan selbst bleibt wohltuend im Hintergrund – man kann sich aber ganz gut in sein Umfeld von damals hineinfühlen. Was für eine irre und intensive Zeit das damals war.

Stephen King – Doctor Sleep

Stephen King - Doctor Sleep

Stephen King – Doctor Sleep


Stephen Kings Bücher folgen häufig demselben Muster. Zunächst werden langsam die handelnden Personen eingeführt. Gut und Böse ist mehr oder weniger unklar. Gern fügt er am Ende eines Kapitels einen Satz ein, der dem Leser die Beine weghaut – bzw. das Böse einfach kurz aufblitzen lässt. Irgendwann ist es dann soweit – die Geschichte nimmt Fahrt auf – es ist kaum noch möglich, das Buch beiseite zu legen. Es ist schon erstaunlich, wie er das jedes Mal schafft.
Dr. Sleep ist der Nachfolger von Shinning (1977). Dieses Buch habe ich erst vor einem halben Jahr gelesen. Dr. Sleep wird den Erwartungen eines Shinning-Lesers gerecht. Das Buch ist moderner, spielt in der Gegenwart. Stephen King sagt im Nachwort, dass er selbst schon lange wissen wollte, was aus Danny in den letzten Jahren geworden ist. Toll, wenn solche Figuren tatsächlich zum Leben erwecken, sie sich scheinbar vom Autor unabhängig entwickeln. Man sollte Shinning schon gelesen haben, um in den vollen Genuss zu kommen.
Alles in allem ist es ein Buch, welches vom Leser nicht viel erwartet – es ist keine anspruchsvolle Literatur – eigentlich genau das richtige für die Feierabende. Wie immer werden die Ur-Ängste stimuliert – man kann sich als Leser einfach in einer spannenden Geschichte treiben lassen – verloren geht man nie – natürlich weiß man, wie es ausgeht – aber die Wege dahin, sind ab und zu überraschend. Trotzdem ist es nie langweilig. Stephen King legt wie immer ein schönes Tempo hin – es wird nicht das letzte Buch gewesen sein, welches ich von ihm gelesen habe.

Nick Cave 20,000 days on earth

Gestern Abend war ich das erste Mal in Braunschweig im Kino. Ein sehr angenehmes kleines Programmkino in der Innenstadt. Hier muss ich demnächst wieder auftauchen.
Nick Cave hat einen Film gemacht. Ich habe ihn in der OmU-Fassung gesehen – alles andere macht eigentlich keinen Sinn – ich glaube auch nicht, dass es dafür eine synchronisierte Fassung gibt. Besser wäre es fast gewesen, wenn die Untertitel nicht da gewesen wären.
Nick Cave spricht ein ziemlich britisches klares Englisch. Dieser Film steht in einer Reihe mit grandiosen Konzerterlebnissen und einem sehr bemerkenswerten Buch. Für jeden Jünger eigentlich ein Muss – und man wird nicht enttäuscht!. Es gibt Musik – nicht vordergründig aber viel mehr verstehbar als es in einem einzelnes Konzert möglich ist. Nick Cave berichtet von seinem 20.000stem Tag auf Erden – er will damit suggerieren, dass es ein ganz normaler Tag für ihn ist – es fällt mir etwas schwer zu glauben, dass es ein „typischer“ Tag für ihn ist – aber er behauptet es.
Nick  möchte Bilanz ziehen – er erzählt sehr intensiv von seiner Kindheit, seinen (ersten) Erlebnissen mit Frauen oder von seinem Leben in Berlin. Er beschreibt seinen Antrieb für seine Arbeit – warum er Konzerte gibt oder was er von Studio-Sessions erwartet. Seine Mitstreiter haben angemessenen Raum und er nimmt sich selbst nicht wichtiger als nötig. Was mich berührt, ist die Tatsache, dass er sehr philosophisch wird und das man sein eigenes Leben dagegen halten kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ja – ich habe sogar erkannt, warum ich seine Art, Musik zu machen, so mag – ich kann jeden Gedanken seinerseits sehr nachvollziehen – man kann in machen Belangen fast von Seelenverwandtschaft sprechen.
Er schildert, wie ein Song entsteht – er lässt alte Weggefährten wie Blixa Bargeld und Kylie Minouge zu Wort kommen – und er huldigt seiner derzeitigen Heimatstadt Brighton. Nick Cave wirkt frisch, jung, intelligent und ausgeruht – es entsteht der unmittelbare Wunsch, das nächste Konzert auf jeden Fall zu besuchen und diesen Typen wieder hautnah schimpfend zu erleben.

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